Schulen berichten von ihrem Weg zum Präventionskonzept – Weitblick erleben

5. März 2026
Frauen stehen um einen Tisch in einem Klassenzimmer herum und besprechen etwas

Fünf Phasen, mehrere Workshops. Der Weitblick-Prozesses kann auf dem Papier sehr abstrakt wirken. Zwei kurze Filme zeigen, wie Schulen die Arbeit auf dem Weg zu einem maßgeschneiderten Präventionskonzept erleben. 

 

„Wo stehen wir eigentlich? Was bewegt die Schüler? Was brauchen sie, um eine gute Lebenszeit in dieser Schule zu haben?“ Elternvertreterin Eike Gärtner fasst zusammen, was sie herausfinden will. Die Gemeinschaftsschule Auenland in Bad Bramstedt wird dazu ihre Schüler:innen befragen.

Aktuell steht sie jedoch noch am Anfang des Weitblick-Prozesses, im Auftakt-Workshop. Weitblick-Referentin Rebecca Gürtler erklärt, was auf die Schule zukommt: „Es ist eine ganz wichtige Gelingensvoraussetzung für einen erfolgreichen Prozess, dass alle an Bord sind und Bescheid wissen.“ 

Hier hat die Schulgemeinschaft alles richtig gemacht. Im Workshop sitzen Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern, Schulsozialarbeit und Schüler:innen im Kreis. Über die Vertreter:innen in der Steuergruppe macht sich die gesamte Schule zusammen auf den Weg zu einem guten Präventionskonzept und gelebter Gesundheitsförderung. 

Alle mit im Boot

In Kleingruppen arbeiten die Anwesenden in einer ersten Bestandsaufnahme heraus, was es an der Schule im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung schon Gutes gibt und wo eventuell Handlungsbedarf in der Schulentwicklung besteht. „Dass man die Schüler, gerade auch die, die Probleme verursachen oder von ihnen betroffen sind, mit ins Boot holt“, findet Janne Müller von der Schüler:innenvertretung dabei besonders wichtig. 

„Wir sind ein gutes Stück weitergekommen“, bilanziert Schulleiter Dirk Dillschneider. Die Vorbereitung der Schüler:innen-Befragung, deren Daten die Grundlage für die weitere Arbeit sein werden, kann beginnen. 

Und wie sieht es einige Monate später aus? 

Den Schulbericht verstehen

 

Die 205. Schule in Leipzig hat die Schüler:innen-Befragung bereits umgesetzt. Hier liegt der Bericht schon vor, der die Ergebnisse zusammenfasst. „Heute haben wir die Schule eingeladen, noch einmal zu gucken: Wie lest ihr diesen Bericht?“, erklärt Weitblick-Referentin Franziska Ziep den Workshop. 

Der Bericht nämlich besteht aus dutzenden Seiten, voll mit Balkendiagrammen, Fachausdrücken und Vergleichswerten. Es geht um Depression, Gewalt, Sucht und soziales Miteinander. Die Menge an Informationen kann überwältigen oder zu falschen Interpretationen führen. Beim Verständnis hilft die gemeinsame Lektüre. „Es ist gut, dass wir diese Übersicht haben und gucken können: Ist das überhaupt relevant?“ beschreibt Schulsozialarbeiterin Almut Puls den Prozess. 

Wirklich sicher sein

Die Arbeit mit den Ergebnissen bedeutet für die Schulen einerseits einen „großen Draufblick von außen“, wie Lehrerin Dietlind Wauer beschreibt. Dabei werden oft bestehende Eindrücke bestätigt. Manchmal tun sich aber auch neue Einsatzgebiete auf. Für die Schulleiterin Dr. Sally Bayer dienen die Zahlen als wichtiger Beleg: „Es ist gut, dass wir wirklich sicher sein können.“ 

Andererseits geht es aber nicht darum, den Schulen von oben zu diktieren, was sie tun müssen. Sie sollen vielmehr ermächtigt werden, selbst eine informierte Entscheidung über die nächsten Schritte zu treffen. In den Augen von Dr. Bayer ist diese Strategie aufgegangen: „Die Kommunikation ist sehr gut und auch auf Augenhöhe. Man wird mitgenommen.” Das passe gut zu ihrer Schule. 

Der Weitblick-Prozess ist für Schulen in Deutschland kostenlos. Haben Sie Interesse, bei der Gestaltung des Präventionskonzept für Ihre Schule individuell begleitet zu werden? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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